Und dann der Regen – TambiÉn la lluvia: Montesinos

ANTONIO DE MONTESINOS

Geboren 1475, Theologiestudium am Konvent San Esteban in Salamanca. 1510 reiste Montesinos mit der ersten Dominikaner-Mission in die Neue Welt nach Santo Domingo, wo er umgehend Partei gegen die Versklavung und Ausbeutung der indianischen Bevölkerung ergriff. Am 21. Dezember 1511 hielt er als Sprecher der Dominikaner-Mönche in Anwesenheit des Gouverneurs Diego Colón seine berühmte Adventspredigt: „Ich bin die Stimme Christi in der Wüste dieser Insel, die Todsünde beherrscht euer Leben …“. Er denunzierte die Praxis der Encomienda – die Vergabe von Ländereien samt indianischer Sklaven an spanische Siedler – als unchristlich und verweigerte Sklavenhaltern die Beichte und Absolution.

Massiv bedroht von den spanischen Statthaltern in der Neuen Welt, gelang es Montesinos, beim König vorstellig zu werden und für sein Anliegen zu werben – in der Folge wurden die in der Praxis allerdings wenig bedeutenden „Gesetze von Burgos“ (1512) und Valladolid (1513) erlassen, in denen Rechte der Tainos definiert und die Verfügungsgewalt der spanischen Conquistadores begrenzt wurden. Bis zu seinem Tod unter ungeklärten Umständen 1540 in Venezuela versuchte Montesinos seine Vorstellungen einer „friedlichen Missionierung“ in Venezuela und Santo Domingo umzusetzen – gegen den erbitterten Widerstand der spanischen Siedler.

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