Und dann der Regen – TambiÉn la lluvia: LAS CASAS

BARTOLOMÉ DE LAS CASAS

Geboren 1484 oder 1485 in Sevilla, kam Bartolomé de las Casas 1502 nach Hispaniola – schon sein Vater hatte an der zweiten Kolumbus-Reise teilgenommen. Als Lohn für die Teilnahme an zwei Feldzügen bekam er eine Encomienda zugeteilt. 1511, inzwischen zum Priester geweiht, nahm Las Casas als Feldkaplan an der Eroberung Kubas teil – die einheimischen Taino unter Führung ihres Kaziken Hatuey leisteten erbitterten Widerstand. Nach seiner Gefangennahme wurde Hatuey lebendig verbrannt – der Augenzeuge Las Casas beschrieb, wie Hatuey auf den Bekehrungsversuch eines Franziskanermönchs reagierte: Wenn Christen in den Himmel kämen, würde er die Hölle vorziehen, um die christliche Grausamkeit nicht länger erleben zu müssen.

Las Casas geriet zunehmend in Gewissenskonflikte wegen der Behandlung der indianischen Bevölkerung. Beeinflusst durch die Adventspredigt des Dominikaners Antonio de Montesinos gab er seine Sklaven zurück und verließ 1515 Kuba, um sich in Spanien für die indianischen Rechte einzusetzen. Durchaus unterstützt von der spanischen Krone, stießen seine Aktivitäten auf großen Widerstand der spanischen Siedler und Statthalter in der Neuen Welt. Projekte wie die friedliche Besiedlung und Missionierung der venezolanischen Küste scheiterten an spanischen Sklavenjägern und dem Widerstand der einheimischen Bevölkerung. Las Casas zog sich ins Kloster zurück und begann mit der Arbeit an seinem erst postum veröffentlichten Lebenswerk Historia de las Indias.

Nach weiteren Reisen und Aufenthalten in Mexiko, Nicaragua und Guatemala verfasste er 1540 den Kurzgefassten Bericht von der Verwüstung der Westindischen Länder, mit dem er bei Kaiser Karl V. vorstellig wurde. 1542 verbot dieser die Versklavung der Indianer, ein Gesetz, das allerdings nie durchgesetzt wurde und bereits 1545 wieder in Teilen zurückgenommen wurde. 1544 wurde Las Casas zum Bischof von Chiapa geweiht, scheiterte aber erneut an der Haltung der spanischen Siedler. Er zog sich in ein Kloster in Spanien zurück, um weiter an seiner Historia zu schreiben und sich für die Rechte der indianischen Bevölkerung einzusetzen. Er starb 1566.

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